Stiefeletten, Pumps, Ballerinas, Plateau und High-Heels sind definitiv keine Herrenschuh Typen – aber auch in diesem Schuhbegriffswirrwarr muss sich Mann erst einmal zurecht finden. Und auch wenn die meisten Schuharten eher auf Frauenschuhe bezogen sind, so gibt es für die Herren nicht weniger verwirrende Begriffe und verschiedene Schuhtypen. So sollte der gut gekleidete Herr schon wissen, was einen Derby von einem Oxford unterscheidet, was die Monks für Alleinstellungsmerkmale haben und weswegen jeder Mann eigentlich einen Loafer im Haus haben sollte. Doch der Reihe nach, Männer haben schließlich nicht vor, sich von jeder Sorte 5 Paar zu kaufen. Der Richtige soll es sein.

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Monks – Halbschuhe für die Herren

Warum die bekannte Krimi-Serie Monk nach Halbschuhen benannt wurde, ist unbekannt. Oder war es andersherum? Wie dem auch sei, Monks sind praktisch und komfortabel, eben für den Alltag gedacht. So handelt es sich auch hier um schicke Halbschuhe, die sich einfach an- und ausziehen lassen.

Bei den Schnallenschuhen unterscheidet man zwischen Single und Double Monks.

Der Monk orientiert sich eigentlich am klassischen Derby, also einem Schaftschnitt in sehr klassischem Stil. Der einzige Unterschied: Der Riemenverschluss in unterschiedlicher Ausführung. Der Derby wird in der Regel mit einem Schnürsenkel verschlossen und besitzt keinen Riemen. Generell sollte dieser Riemen für noch mehr Einfachheit stehen, denn die Monkstraps lassen sich bequem mittels der Riemen öffnen und schließen. Perfekt für Herren, die einen stressigen Alltag und eher nicht so viel Zeit haben, sich die Schuhe zu binden.

Double Monk Straps

Sofern zwei Riemen eingearbeitet wurden, handelt es sich um einen Doppelmonk oder auch „Double Monk Strap“ genannt. Monks mit nur einem Riemen sind als Single Monks zu bezeichnen. Hier ist die Optik für den Kauf entscheidend, denn ein doppelter Riemen bedeutet keinen praktischen Vorteil. Die Monks werden aufgrund der Riemen oder Doppelriemen auch eher kaum mit Verzierungen versehen, sodass der Schuh auf keinen Fall überladen wirkt. Selbstverständlich können verzierte Flügelklappen einiger Ausführungen für Aufsehen sorgen, zu einem Anzug ist hier aber eher Vorsicht geboten.

Gewöhnlich haben Monks keine weiteren Verzierungen, da es ansonsten mit den Riemen zu viel sein könnte. Es gibt auch eine geringe Anzahl an Modellen, deren Lochverzierungen vor allem im vorderen Zehenbereich für eine optische Aufwertung dienen. Für einen legeren und lässigen Auftritt perfekt, allerdings eher für die Freizeit geeignet, als für wichtige Meetings. Dennoch kann es sowohl ein feiner Leinenanzug sein, aber auch Jeans lassen sich wunderbar mit Monks kombinieren. Was die Farbauswahl der Monks angeht, so gibt es auch, wie bei den anderen Schuhtypen eine breite Palette und dadurch große Auswahl.

Loafer – Schlupfhalbschuh mit schickem Absatz

Zu den bekanntesten Loafern gehört der Penny Loafer, umgangssprachlich auch der Collegeschuh genannt. Nicht verwechselt werden sollte ein Loafer mit einem Mokassin, denn letztere besitzen im Vergleich zum Loafer keinen Absatz. Der Begriff „Slipper“ dürfte an dieser Stelle geläufiger sein, in der Schweiz nennt man sie auch lässig „Schlüpfer“. Entwickelt und hergestellt wurde diese Schuhversion in Amerika, zunächst von der Firma Bass, welche in den 30er Jahren den Schuh an den Universitäten einführte. Bis heute ist der Loafer ein Schuh für legere Tage und nur bedingt ein passender Schuh für das Büro. Der bequeme Schlupfschuh kann im Sommer zur Gartenparty oder zum Shopping mit der Frau geeignet sein, wichtige Büromeetings hingegen sind eher mit einem Oxford oder Derby durchzuführen.

Wer den Stil der Loafer mag und auch im Büro einen solchen tragen möchte, der sucht bestenfalls nach Tassel Loafer. In Amerika sind diese Arten bereits vollwertige Businessschuhe, in Deutschland kann man noch eher wenig damit anfangen. Hier nutzt man die Loafer eher in Kombination mit Jeans oder Chinos, wobei die Männerwelt noch nicht vollständig davon überzeugt ist. Als störend wird in der Regel der typische „Bommel“ empfunden. Andererseits bietet sich hier dem Mann im Sommer ein luftiger Sommerschuh, der Gentlemen-Like wirken kann. Die Tassel Loafer sind aber inzwischen auch modern genug und auch mit weniger auffälligen Bommeln und in schickem Leder erhältlich.

Chelsea Boots – der Klassiker

Der Chelsea Boot ist für alle Klassikliebhaber der perfekte Schuh, auch wenn er nicht immer gut zu einem Anzug aussieht. Viele kennen den Chelsea Boot als Beatle Boot, ein Schuh, der einst von der Königin Victoria entworfen wurde. Ähnlichkeiten hat der Schuh mit einer Kurzstiefelette, zu damaliger Zeit waren diese Schuhe beim Reiten bequem und angesagt. Später erlebten die Schuhe einen neuen Aufschwung, aus dem schnell ein regelrechter Hype wurde. Das Alleinstellungsmerkmal: Eine Stiefelette, die bis über den Knöchel reicht und damit zu einem Allrounder werden kann.

Chelsea Boots

Links und rechts am Obermaterial befinden sich jeweils dehnbare Gummibandeinsätze. Diese sollen das Anziehen des Chelsea Boots erleichtern und für Halt sorgen. Somit gilt auch heute noch, dass dieser Schuh auf keinen Fall in einem modernen Schuhschrank fehlen darf. Tatsächlich aber sind es eher die Damen, welche die Schuhe zu schätzen wissen, weniger die Herren. Ein Chelsea Boot kann unter einem Anzug eher störend wirken, da sich die Ränder an den Beinen abzeichnen können.

Trotzdem ist der Chelsea Boot für den besonderen Auftritt durchaus geeignet, man muss nur ganz genau wissen, wie man ihn zu kombinieren hat. Super sieht er zum Beispiel zur hochgekrempelten schicken Jeans aus.

Klassische Schuhmodelle sind zeitlos

Vielleicht kann der ein oder andere Mann an dieser Stelle nachvollziehen, warum Frauen so extrem viele Schuhe “brauchen”. Immerhin können auch nicht alle Herrenschuhe zu jedem Herrenoutfit getragen werden. So sollte Mann schon wissen, ob der Schuh elegant und schlicht, eher pompös verziert oder extravagant und auffallend aussehen soll. Doch keine Sorge, die meisten Klassiker sind absolut zeitlos, sodass man zumindest modisch nicht danebengreifen kann. Tatsächlich wurden die meisten Modelle schon im 19. Jahrhundert entwickelt. Bis heute bewähren sich die klassischen Herrenschuhmodelle wie Oxford, Derby, Loafer, Boots oder der Schnallenschuh mit Monkstraps.

Ja, Schuhe sind mehr als nur ein modisches Statement, sie drücken den eigenen Stil aus. Und aus diesem Grund ist es absolut wichtig, seinen eigenen Style zu kennen und ihn mit dem passenden Schuh zu kombinieren. Dabei gilt stets, ehrlich zu sich selbst zu sein, denn Verkleiden ist beinahe so out, wie offene Schnürsenkel.

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