Oxford“ klingt nach englischer Herkunft, erinnert dabei aber eher an die wohl renommierteste Universität in England. Und tatsächlich lässt sich ein Zusammenhang ausmachen, immerhin waren es ehemalige Oxford Studenten, welche gegen Mitte des 19. Jahrhunderts die Herrenmode neu definierten. So war es stets das Ziel, einen eigenen, eleganteren und abhebenden Stil zu entwickeln – eben perfekt für Akademiker aus der „University of Oxford“. Seit den 20er Jahren ist fortan der Oxford Herrenschuh fester Bestandteil in der Herrenschuhmode und mit besonderen Alleinstellungsmerkmalen ausgestattet. Der stilsichere Herr trägt heute also Oxford!

Der eleganteste Herrenschuh seit 1920

Typisch für den Oxford ist seine geschlossene Schnürung, in der Regel sind es fünf Schnürösenpaare. So wirkt der Herrenschuh stets wie aus einem Durchlauf, als Einheit und perfekt in sich konzipiert. Eine Lasche ist nur sehr dezent am oberen Rand des Schuhs zu erkennen, was den Schuh um einiges eleganter wirken lässt.

Typisch für den Oxford ist seine geschlossene Schnürung.

In den 1860ern war es zunächst ein klassischer Sommerschuh, der nur den edelsten Männern wirklich etwas nutzte. Die Sohle war hauchdünn und konnte nicht vor Nässe schützen. Erst in den frühen 1920ern entwickelte man eine dickere Sohle, die auch schlechtem Wetter standhalten konnte. Jetzt war der Oxford in der Herrenschuhmode angekommen und etabliert. Und das bis heute, denn immer noch gilt der Oxford als einer der elegantesten Herrenschuhe überhaupt.

Oxfords bleiben ihrer Linie in allen Modellen treu

Oxford beschreibt pure Eleganz und ist zu einem schicken Smoking nicht wegzudenken. Diesen grundlegenden Stil behalten alle Oxford Herrenschuhe bei und erstrahlen in englischer Eleganz und Anmut. Kein Wunder, dass viele modebewusste Männer, den Oxford Herrenschuh als ihren Lieblingsschuh bezeichnen.

Oxford Schuhe mit Broguings

Hochwertige Oxford Herrenschuhe sind durch folgende Merkmale ausgezeichnet:

  • Oxfords stellen die Königsdisziplin der Schuhfertigung dar und werden durch aufwendige Verfahren vernäht. Dies macht den Schuh langlebig, stabil und absolut formbeständig.
  • Hochwertige Oxford Schuhe stammen meist aus Handfertigungen. Nur so entsteht ein Volllederschuh mit jeder Menge Qualitätsmerkmalen.
  • Stabilität und Qualität – Merkmale die auf hochwertiges Leder zurückzuführen sind, woraus selbst der Schuhabsatz eines Oxfords besteht.
  • Oxfords unterliegen höchsten Qualitätsansprüchen und werden nur mit den besten Materialien nach strengen traditionellen Verfahren gefertigt. Und das in oftmals über 150 einzelnen Arbeitsschritten.

Oxford Broguings – schicke Zusätze

Broguings stellen aufwändige Verzierungen dar. Glatte und nicht verzierte Herrenschuhe lassen zunächst auf einen förmlichen und besonderen Anlass schließen. Aufwändige Lochmuster hingegen gehören in die Kategorie Freizeitschuh und eher weniger zu einer edlen Feier. Natürlich heißt das nicht, dass Schuhe mit Musterungen völlig ungeeignet für die Geschäftswelt sind. So passen die schwarzen Brogues natürlich auch zu einem dunklen Anzug, wenn man es weniger streng sieht. Neben den Full-Brogues seien auch noch die Semi- und Quarter-Brogues zu nennen.

Ursprünglich stellte man Brogues für Bauern her, die vor allem in sumpfigen Gebieten arbeiten mussten. So konnte die in den Schuh eindringende Nässe auch wieder über die kleinen Löcher entweichen. Trocken war der Fuß zwar keinesfalls, aber zumindest hatte man nicht das Gefühl, man würde barfuß im Schlamm stehen müssen. Heute handelt es sich lediglich um kleine rundförmige Verzierungen auf dem oberen Teil des Leders und keine richtigen Löcher.

Der Plain Oxford

Ansonsten zeichnet sich der Oxford durch seine deutlichen Linien und die typisch schmale Form aus. Auch die Oberfläche ist glatt und elegant unauffällig. Wer nach einem solchen Schuh ohne Schnickschnack Ausschau hält, der muss nach „Plain Oxfords“ suchen. Einem Schuh, der perfekt für elegante Opernbesuche oder feierliche Anlässe ist. Ein Auftritt mit Stil, passend zu einem Smoking. Die Plain Oxfords sind dabei absolut zeitlos und wirken besonders aufgrund des weichen Kalbsleders (French Calf mit mittlerem Weichegrad und besonderer Feinheit und zarter Maserung) und der glatten Oberfläche so hochwertig. Die geschlossene vier-Loch-Schnürung schafft zwischen Schuh und Träger eine harmonische Verbindung. Ein vornehmer und eleganter Schuh, der weniger in den Freizeitbereich passt und mehr in den Büroalltag gehört.

Der Captoe Oxford

Beim Captoe Oxford verläuft oberhalb der Zehen eine quer angelegte Naht, die Vorderkappennaht. Wieder erkennen wir die Hochwertigkeit am Leder, am Oberleder aber auch im Innenfutter und der Sohle. Sogar der Absatz besteht aus so genanntem „French Calf“, was den Schuh zu einem echten Volllederschuh macht. Dieses Leder kommt von Jungtieren und hat eine sehr feine und glatte Struktur. Studenten aus Oxford machten 1850 genau dieses Modell berühmt. Die eher weichen Rundungen und traditionell englischen Leisten, zusammen mit dem auffälligen Blattschnitt und der geschlossenen Schnürung machten den Schuh zu einem der Lieblinge. Der Captoe Oxford ist ein Klassiker unter den Business-Anzugsschuhen und wird eher zu formellen als zwanglosen Gelegenheiten getragen. Super sieht er aber auch beispielsweise zu Flanell aus.

Der Wholecut Oxford

Neben der typischen Schaftkantennaht gibt es beim Wholecut Oxford oftmals noch eine weitere sichtbare Naht, die Fersennaht. Ansonsten ist der Schuh aus einem Stück Leder gefertigt und ist das Sinnbild für Minimalismus und Eleganz. Das glatte Oberleder zieht sich komplett über den Schuh und schmiegt sich an den Fuß des Trägers perfekt an. Nichts lenkt von der Hochwertigkeit des Leders ab, keine Verzierungen (nur manchmal Lochverzierungen auf der Vorderkappe) und keine unnötigen Nähte, außer der Schaftkantennaht und der Fersennaht.

Der Wholecut Oxford gehört zu den elegantesten Herrenschuhmodellen weltweit.

Auch gehört der Wholecut Oxford unter die Top 10 der elegantesten Herrenschuhmodelle dieser Welt, gilt aber auch als einer der am schwierigsten anzufertigende Schuhtyp. Der Grund: Da man diesen Schuh aus nur einem Stück Leder und nicht aus mehreren kleinen Einzelteilen herstellt, muss dieses ganze Lederstück von einwandfreier Qualität sein. Passiert bei der Herstellung aus Versehen ein kleiner Kratzer, so muss man komplett von vorne beginnen. Leider kann nicht einfach nur ein kleines Stück neu ersetzt werden. Ein Schuh also, den man beispielsweise perfekt zur eigenen Hochzeit tragen kann.

Der Seamless Wholecut Oxford

Beim Seamless Oxford verzichtet man auf die Fersennaht, die beim vorher beschriebenen Schuhtyp zu finden ist. Dadurch ist die Herstellung noch aufwändiger. Seamless Oxfords kann man aus diesem Grund nicht maschinell produzieren. Hier bedarf es höchstem handwerklichen Geschick, Präzision und einem grundlegenden Verständnis von der Herstellung eines Oxfords.

Zum Hochzeitssmoking oder Businessanzug einen Oxford Herrenschuh

Selbstverständlich steht es jedem frei, seinen Oxford auch zu Jeans und Co. zu tragen, so wie es bei den Brogues absolut erlaubt ist. Allerdings zeugt ein Oxford immer von einer gewissen Art Stil- oder Modebewusstsein und der Träger strahlt automatisch Eleganz und Geschmack aus, wenn er einen solchen Herrenschuh trägt. Ein Vorteil, der aber in vielen Freizeitsituationen unangebracht sein kann und daher eher seltener anzutreffen ist. Sehr häufig trägt man hingegen die Oxfords in Dunkelbraun oder in Schwarz. Während die schwarzen Oxfords, wie etwa ein Wholecut Oxford, perfekt zu einem Smoking oder Hochzeitsanzug passen, können die dunkelbraunen Oxfords zu marinefarbenen Anzügen schick wirken. Besonders an schmalfüßigen Trägern wirken die Oxfords richtig elegant und absolut modisch.

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